Alles über die Medizinische Anwendung von Cannabis in Deutschland

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Cannabis wird als Medizin bezeichnet, wenn es zur Behandlung oder Linderung eines Symptoms, einer Beschwerde oder einer Krankheit beiträgt. Dabei ist klar abzugrenzen das Hanf Medizin in Deutschland kein Genussmittel ist. Hanf aus industriellem Anbau gehört nicht zu der Gruppe von medizinisch verwendbarem Cannabis, weil aktive Cannabinoide fehlen. Die Hauptbestandteile für den medizinischen Marihuana gebrauch sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Für viele Krankheiten ist die Wirksamkeit von Marihuana schon gut dokumentiert und wird derzeit immer noch intensiv erforscht. Um Gras zu züchten das die optimalen Wirkstoffe beinhaltet und zur Behandlung genutzt werden kann, müssen Spezielle Sorten angebaut werden. Hierfür gibt es viele Samen Anbieter die extra Medizinische Hanfsamen vertreiben. 

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Geschichte von Medizinischen Cannabis in Deutschland

 

Die Anfänge für die Verwendung von medizinischem Marihuana reichen bis zu den ersten Aufzeichnungen der Medizin zurück und hat eine jahrtausendalte Tradition. Erste Überlieferung verweisen auf das Jahr 2700 v. Chr. In dem der Chinesische Kaiser „Shennong pen Ts’ao ching“ das Große Kräuterbuch veröffentlichte. In diesem Buch nannte er erstmals einen medizinischen Nutzen von Cannabis. Aber auch später bildete Cannabis einen großen Bestandteil zahlloser Medikamente und half zum Beispiel gegen Schmerzen, Husten, Gicht oder Verdauungsbeschwerden.

 



 

Vor dem Gesetzlichen Verbot von Cannabis war es einer der meistverschriebenen medizinischen Pflanzenextrakte der Welt, bis es Anfang des 20. Jahrhunderts in vielen Teilen der Welt abrupt verboten wurde. Heutzutage rückt das Thema Cannabis immer mehr in die Öffentlichkeit und die Vorzüge von medizinischem Marihuana wurden wiederentdeckt. Die meisten Patienten bevorzugen eine Behandlung mit naturbelassenem Cannabis, anstatt zum Beispiel synthetisch hergestelltes THC  zu benutzen. 

  

Bei welchen Krankheiten verwendet man Medizinischen Cannabis?

Cannabis gegen Übelkeit und Erbrechen

 

Eine Anwendungs Möglichkeit ist zum Beispiel bei einer Krebschemotherapie zusätzlich THC zu verabreichen um Erbrechen zu verhindern. Viel Studien zeigen das THC in niedrigen dosen Brechreizhemmend wirkt. Aber auch bei anderen Formen von Übelkeit werden in der Volksmedizin verschiedene Cannabisprodukte verwendet. Besonders bei Aids und Hepatitis nutzt man die heilende Kraft von Cannabis.

 

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Cannabis gegen Appetitlosigkeit Abmagerung

 

Diesen Effekt kennt wohl jeder, denn schon ab Tagesdosen von 5 mg THC, wird eine Appetite Anregung beobachtet. Die Dosierung kann bei Bedarf auch auf bis zu 20 mg pro Tag angehoben werden. In einer Langzeitstudie mit 94 Aids Teilnehmern verdoppelte sich ihr Appetit. Aber auch bei Alzheimer wurde ein positiver Effekt entdeckt. Es wurden 15 Patienten mit Morbus Alzheimer getestet die durchweg an Gewicht zunahmen und das verwirrte Verhalten nahm ab. 

 

Cannabis gegen Spastik

 

Zu diesem Thema gibt es sehr viele Studien die belegen das THC einen guten Effekt auf die spinalen Spastiken im Rahmen der multiplen Sklerose und bei Querschnittserkrankungen haben.  Zudem beeinflusst die medizinische Verwendung Zittern, Attaxie, und Schmerzen. Sogar einzelne betroffene mit Schädigungen des Gehirns profitieren von Cannabis.

 

Cannabis gegen Schmerzzustände

 

Viele Studien haben Cannabisprodukte untersucht und schmerzlindernde Eigenschaften nachgewiesen. Zu den möglichen Anwendungs Bereichen zählen schmerzen bei multipler Sklerose, Armplexusschädigung, HIV, Krebsschmerzen, Kopfschmerzen, Menstruationsschmerzen, Darmschmerzen und Arthritis

 


Cannabis gegen Epilepsie

  

Der Einsatz von medizinischem Cannabis zählt historisch gesehen, bei Epilepsie zu der ältesten Anwendungs Möglichkeit. In den neusten Tierversuchen wurde nachgewiesen das Cannabis definitiv einen antiepileptische Effekt hat.  Die Wirkung wird von Phenytoin und Dizapem sogar durch THC noch verstärkt. Deswegen ist auch heute für einige Patienten mit generalisierter Epilepsie Cannabis ein wirksames Mittel um am Leben teilnehmen zu können.

 

Cannabis gegen Asthma

 

Die Wirkung bei Asthma ist eher unbekannt, aber schon 15 mg THC ist vergleichbar  mit einer Dosis von bronchienerweiternden Medikamenten wie Salbutamol oder Isoprenalin. Wegen der schleimhautschädigenden Wirkung ist von Rauchen abzuraten, aber die Orale  bietet eine gute Alternative an. 

 

Wie nehme ich Cannabis am besten auf und welche Nebenwirkungen gibt es?

 

Eine Studie aus dem Jahr 2001 legt nahe, dass medizinisches Cannabis am besten durch Orale Applikation aufgenommen wird. Aber auch inhalieren durch sogenannte Vaporisier ist empfehlenswert, weil die komplexen Wirkstoffe besser aufgenommen und Verbrennungsprodukte vermieden werden. Andere Studien kamen ebenfalls zu dem Schluss, dass das Verdampfen mit dem Vaporisier eine sinnvolle Methode zur Verabreichung von THC ist. Dennoch sollte man den Konsum mit Vorsicht genießen, denn auch hier gibt es Nebenwirkungen. Bekannte negative Wirkungen können Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit, erhöhter Puls, Blutdruckabfall, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, gerötete Augen, oder psychische Störungen sein. Es können noch eine Reihe weiterer unerwünschter Wirkungen auftreten, die aber von der Dosis und Therapiedauer abhängig sind.  


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