Kiffen und Autofahren wie lange darf man nicht mehr Fahren?

Kiffen und Autofahren geht das klar?
Kiffen im Auto

Fahrtüchtigkeit nach dem Kiffen

Seit dem 01.09.1998 begeht jede Person, die unter dem Einfluss von Cannabis Autofahren zu müssen, eine Ordnungswidrigkeit. Diese wird mit 1 bis 3 Monaten Fahrverbot und einer Geldbuße bis zu 1.500 € bestraft. Hierfür reicht schon aus wenn der Wirkstoff THC im Blut nachgewiesen wird. Nach dem Konsum von Cannabis kann man Autofahren bis zu 12 Stunden nach dem letzten Konsum vergessen.  Bei regelmäßigem Konsum kann Hanf noch viel länger nachgewiesen werden, sogar weit darüber hinaus. In Deutschland wird genau wie beim Alkoholkonsum die Fahrerlaubnis bei Fahrten unter Cannabiseinfluss nicht sofort entzogen, solange man eine gewisse Grenze nicht überschreitet. Gerade das berauschende Marihuana Autofahren in Österreich, Schweiz, Niederlanden und Deutschland werden unterschiedlich handgehabt.


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Was sagen die Gesetze zum Kiffen vor dem Steuer?

 

Im Dezember 2004 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass bis zu einem Grenzwert von 1,0 ng/ml aktivem THC im Blut nicht zwangsläufig von einer Gefahr für den Straßenverkehr ausgegangen werden kann. Wird man erwischt mit aktivem THC oder dessen Abbauprodukt THC-Cooh kann je nach Obergrenze sofort der Führerschein entzogen und eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung verlangt werden. Bei wiederholtem auffallen unter dem Grenzwert, kann die Behörde ein Ärztliches Gutachten oder einen Drogentest verlangen, weil sie dann davon ausgeht das gelegentlicher bis regelmäßiger Drogenmissbrauch stattfindet. Dort muss dann die Abstinenz einwandfrei nachgewiesen werden meistens für die Dauer von 12 Monaten. Solang wird auch die Fahrererlaubnis entzogen und für die kosten der MPU muss der Führerscheininhaber selber aufkommen. Wird Cannabiskonsum ohne aktive Teilnahme am Straßenverkehr festgestellt, kann das zu einer Eintragung in die Führerscheindatei führen. Diese Maßnahme kann auch bei besitz oder einem positiven Drogentest als Beifahrer getroffen werden. In Österreich und der Schweiz ist es hingegen vollständig verboten, unter Einfluss von Cannabis ein Fahrzeug zu führen. Das bedeutet, dass wenn bei Personen Cannabis im Blut festgestellt wird der Führerschein entzogen wird.

 


Was sagen Studien über die Fahrtüchtigkeit unter Cannabiseinwirkung?

 

Zum Thema Autofahren unter Cannabiseinwirkung ist die Studienlage sehr widersprüchlich. Es besteht, aber in den meisten Studien Einigkeit darüber, dass das die Fahrtüchtigkeit im akuten Rausch bis zu einer Stunde nach dem Konsum beeinträchtigt ist. Etwa zwei bis drei Stunden nach dem Konsum besteht, sogar ein verringertes Unfallrisiko, da die Konsumenten vorsichtiger und langsamer fahren. Die weltweit größte Studie zu diesem Thema mit über 9000 Teilnehmern wurde 2015 von den amerikanischen Behörden für Verkehrssicherheit publiziert.  Demnach besteht kein erhöhtes Risiko für einen Verkehrsunfall nach dem Cannabiskonsum im Vergleich zur Gruppe ohne Cannabiskonsum. 

 

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Was sollte ich beachten wenn ich Verkehrsteilnehmer bin?

 

Am besten niemals unter Drogeneinfluss fahren. Plant euern Konsum so, dass ihr euer Auto erstmal nicht mehr bewegen müsst. Zudem sollte man Joint Reste, Paper, Grinder, Baggys oder sonstige Utensilien aus dem KFZ entfernen um den grünen keinen Anhaltspunkt zu geben. Zusätzlich würde ich raten den Polizisten erst gar kein Kontrollanlass zu geben. Beachtet die Gurtpflicht, Beleuchtung, Geschwindigkeit und haltet euch strickt an die Verkehrsregeln. Auch sollte man den Führerschein und die Fahrzeugpapiere immer griffbereit haben.

 

Wie sollte ich mich bei einer Verkehrskontrolle Verhalten?

 

Das wichtigste ist ruhig, freundlich, aber bestimmt zu sein. Lasst euch nichts anmerken werdet nicht nervös nur, weil die Polizei vor euch steht. Sollte es dazu kommen das ihr erwischt werdet dann macht niemals irgendwelche Angaben zu eurem generellen Konsumverhalten! Dazu ist niemand verpflichtet und man schadet damit nur sich selbst. Aufgrund dieser Informationen kann man sich schwer selbstbelasten und eine MPU wird wahrscheinlich eingeleitet. Auch das Einverständnis zu einem Schnelltest (Urin/Schweiß) sollte man immer ablehnen, da dieser auch den schon Tage zurückliegenden Konsum aufdecken kann. Wenn dennoch eine Blutentnahme erfolgt, muss der Konsum umgehend eingestellt werden, da unter Umständen ein Verkehr Verstoß vorliegt und eine MPU droht. Die Carbonsäure (Abbauprodukt von THC) ist im Blut bis zu 3 Wochen nachweisbar. Anhand dieses Wertes kann man auf die Konsumintensität schließen. 


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Kommentare: 1
  • #1

    weedstar (Samstag, 24 Oktober 2015 15:07)

    Das is quatsch ich wurde angehalten mit 0,1ng thc pro ml blut und habe meinen Lappen sofort entzogen bekommen...